Comprix 2012: Wir kamen, aßen und siegten

Als ich das erste Mal vom Comprix hörte – damals noch Berufsanfängerin und neu in der Pharma-Kommunikationswelt – verstand ich nur „Grand Prix“ und konnte absolut keinen Zusammenhang zwischen „Unser Star für Oslo“ und aufmerksamkeitsstarken Kampagnen für pharmazeutische Unternehmen sehen. Der Irrtum klärte sich schnell auf und per Medienkonsum verfolgte ich immer mal wieder diese wichtige Preisverleihung. Bis es dann in diesem Jahr ernst wurde: Mit insgesamt sechs Platzierungen war antwerpes auf der Short List vertreten – und ich erhielt die Möglichkeit, mir das Ganze einmal aus der Nähe anzuschauen und an der 20. Ausgabe der Comprix-Veranstaltung teilzunehmen.

Am 4. Mai war dann der große Tag gekommen: Mit mehreren Kollegen traf ich gegen 19 Uhr am Kölner Tanzbrunnen ein. Nach dem obligatorischen Gang über den roten Teppich (da kamen echte VIP-Gefühle auf) und mit richtig geschriebenem Namensschild (antwerpes bitte IMMER klein) ging es weiter zum Sektempfang. Ein kurzer Blick aufs Buffet offenbarte kulinarische Hochgenüsse wie Bandnudeln mit Trüffelsoße und live zubereitete Wok-Speisen. Nur mühsam entfernte ich mich von den Leckereien – schließlich ging es nicht ums Essen, sondern um die Wurst, nämlich um die Preisverleihung. Und die startete pünktlich um halb neun.

Anlässlich des 20. Jubiläums hatten sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen: Einen filmischen Rückblick auf ausgezeichnete Projekte der vergangenen Jahre, bewertet und begleitet von eingeblendeten Jury-Mitgliedern. So konnten selbst Comprix-Neulinge wie ich einen guten Überblick über die wichtigsten Kampagnen aus 20 Jahren kreativer Healthcare-Kommunikation erhalten – warum antwerpes hier fehlte, wurde mir jedoch nicht klar. Immerhin belegt antwerpes unter den seit Bestehen des Comprix am häufigsten nominierten Agenturen den siebten Rang.

Zwischen den Rückblenden wurden die Gewinner der einzelnen Kategorien nach und nach auf die Bühne gebeten. In der Kategorie „Digitale interaktive Medien“ waren wir schließlich an der Reihe. Mit einem für Bayer Pharma entwickelten E-Detailing und einer Kongress-App hat sich das Mobile-Team durchgesetzt. Stolz nahmen die Projektbeteiligten von Bayer und antwerpes die Preise entgegen. Unser Entwickler Bene Huber wollte die technischen Details der Kongress-App zunächst für sich behalten. Auf Nachfrage des Moderators Wolfram Kons verriet er jedoch schließlich, dass es sich um „eine native mit XCode entwickelte iOS-App“ handele, „bei der iPod und iPad gepaired“ würden…- und hatte damit die Lacher des Publikums auf und einen nun verwirrten Herrn Kons an seiner Seite. Naja, Hauptsache es funktioniert, dachte ich mir und genoss das restliche Programm mit Akrobatik, Gesang und Zauberei.

Nach der Preisverleihung war dann auch schon wieder alles vorbei – fast alles, denn nach der Wurst kamen der Käse, die Crepes und die anderen Nachspeisen, begleitet von Musik und Tanz und vielen interessanten Gesprächen mit Healthcare-Kommunikationsprofis. So klang der Abend noch gemütlich aus… schee wars!


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