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Internet-of-Things: Treibender Faktor der Digitalen Transformation im Marketing

Das Internet-of-Things, kurz „IoT“, steht für die neue Art der Mensch-Maschine-Interaktion und macht die Digitale Transformation greifbar und erlebbar. Gelangt man bislang vor allem durch aktive Eingaben über Maus, Tastatur, Trackpad o.ä. in das Internet, steht IoT für das Vernetzen von Dingen, Produkten, Gegenständen und Objekten.

Das Internet fügt sich heute deutlich geschmeidiger in den Alltag des Menschen ein, denn er muss kein Gerät mehr bedienen, sondern wird vielmehr im Hintergrund automatisch und ohne größeres Zutun unterstützt. Man merkt also unter Umständen gar nicht mehr, ob man sich „im Internet“ befindet oder nicht. Ein mittlerweile bekanntes Beispiel: Wearables, die ständig Körperdaten an einen Server schicken und auswerten. Nur das Gerät ist sichtbar, seine Vernetzung geschieht kontinuierlich, automatisch und unbemerkt.

Der Wert von Produkten wird zukünftig also nicht mehr am reinen Materialwert oder emotionalen Werten gemessen, sondern auch daran, wie gut sie mit dem Internet und anderen Objekten vernetzt sind und dadurch Mehrwerte für den Besitzer generieren. Diese Objekte werden durch die Vernetzung zu sogenannten „Smart Objects“. Neben der Vernetzbarkeit ist die „Tactile Reassurance“ (TR), also die „anfassbare Bestätigung“, wichtig für das Produkt- oder Dienstleistungserlebnis. TR steht dafür, dass sich ein Produkt eben auch gut anfühlen muss – dieses Gefühl kommt beim Wischen über einen glatten Monitor (noch) nicht wirklich auf.

Objekte werden „digital transformiert“

Durch die Vernetzung erhalten Objekte einen digitalen Charakter. Sie werden quasi „digital transformiert“. Deshalb ist IoT ein Treiber der Digitalen Transformation.
Ein gut gemachtes IoT-Projekt, und sei es noch so klein, kann zum Symbol der Digitalen Transformation in einem Unternehmen werden. Es ist für jeden (also auch für Kunden) sichtbar, man kann es anfassen und es kann mit dem Internet Kontakt aufnehmen. Ein Beispiel für den Healthcare-Sektor: Ein Lichtobjekt für Diabetiker, das daran erinnert, regelmäßig den Blutzucker zu messen und abzulesen, wie es um die eigenen Werte steht. Dieses Objekt liegt einfach nur auf dem Tisch und ein Blick auf die sich verändernden Farbwerte reicht aus, um den Diabetes „unter Kontrolle“ zu behalten. Dieses Objekt gibt es bereits als Prototyp und nennt sich „lumind“.

Weitere IoT-Beispiele gibt es in Form von Video-Vorträgen auf der Website des IoT-Events MarkeThing (www.MarkeThing.de). Empfehlenswert sind vor allem die Vorträge „Visuelles Helfersystem, das Produkten Mehrwert verleiht“ von Kevin Röhl (lumind), „Intelligente, wissensbasierte Algorithmen für individualisiertes Marketing“ von Dr. Serge Autexier (DFKI) und „Der smarte Hundenapf“ von Caspar Schmitz und Maciej Puzon.

Dieser Artikel ist Teil 2 der Reihe „Digitale Transformation im Marketing“. Die fünf weiteren Teile dieser Reihe behandeln die folgenden Themen: Digitale Transformation, Customer-Relationship-Management, Marketing Automation, Künstliche Intelligenz und Virtual Reality.

Unser Autor Thilo Kölzer ist Vorstandsmitglied und Verantwortlicher für Digital & Mobile, Performance Marketing und Internet-of-Things bei der antwerpes ag.


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